Dienstag, 31. März 2009

ich darf (ent) werfen

So diese Woche ist Herr Haller (bis Mittwoch) unterwegs und ich bin allein im Büro. Meine Aufgabe für diese Woche ist ein Entwurf im Bestand. Hier soll das Attikageschoss, also das oberste, leicht zurückgesetzte Etage, vollkommen erneuert werden. Mir ist dabei jegliche gestalterische Freitheit gegeben (und das in einem realen Projekt!!!). Die einzigen Vorgaben sind eine Erneuerung nach Minergie (so wird der neuste Engergiestandard hier genannt bzw. gleich zur Marke gemacht) also Niedrigenergiehaus und das mit einbeziehen der Techniketage (Überhöhe vom Fahrstuhl) um somit die Qudratmeterzahlt und den Preis zu steigern. Die Wohnung liegt im Bieler Zentrum ca. 19 x 7 Meter und über die Ost-Süd-West-Seite über Eck. Der Rücksprung wird als Terrasse genutz. Vom technischen Standard her setzt Minergie eine kontrollierte Wohnungslüftung vor und auch der Rest wird alles vom feinsten. Es wird quasi ein Miniloft, obwohl ca. 120 m2 plus die neu erschlossen ca. 20 m2 jetzt nicht so mini sind. Ich werde natürlich wieder versuchen, ein grosszügiges und dennoch bescheidenes Loft zu entwerfen, aber warten wir erstmal noch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ab. Skizzen werden folgen, ich werde jetzt weiter den Stifft schwingen. Bis später

Montag, 30. März 2009

OK nun denn von hier weiter

Ich habe mich entschlossen mit meinem Blogg umzuziehen, da ich hier mit meinem guten, alten Kommilitonen CiCa, alias Carsten, "connected" bin. Ich denke er braucht vielleicht meine Hilfe, hehe. Nachstehend werd ich noch die alten posts von dem alten Blogg einfügen damit der Zusammenhang nicht verloren geht.

WOCHENENDE
erste Woche um, was habe ich gemacht. Im grossen und ganzen bin ich natürlich immernoch dabei mich einzuleben. Mit dem schnellen wechsel zwischen deutsch (berndeutsch) und französisch komm ich noch so gar nicht klar. Liegt wohl auch daran das ich kein französisch kann. Aber so schnell fällt einem nicht mal merci oder bonjour ein. Fazsinierend ist es jedoch trotzdem, wie die Menschen hier damit leben. Sie sprechen in ihrer jeweiligen Sprache und der andere antwortet auf seiner. Also falls jemand ein paar Französischvokabeln für mich hat, her damit.
Ja Fachlich habe ich eine gesunde Mischung aus Büro und PC bzw. CAD arbeit und praktischer vor Ort Erfahrung machen dürfen. Herr Haller lässt mich viel machen und probieren ich kann mich jeder Zeit einbringen. Im Detail heisst das, ich sollte ein Layoutplan machen für einen Montieranlage von Designmöbeln. Klingt recht langweilig und so nach Manthewirtschaftsoptimierungszeug. Ist es auch, bis auf langweilig. Es war recht komplex und interessanter als ich zunächst dachte. Wo kommen die Möbel an, wo erden sie demontiert und gereinigt. Wo werden die Teile gelagert, wie gross müssen Fächer sein, wo sitzt/steht der arbeiter, wie hoch muss die Arbeitsfläche sein damit es nicht im Kreuze juckt, wo muss das Material lagern damit der Monteur nicht so weit laufen muss, wo wird verpackt und gelagert. Und die wichtigste Frage ist natürlich. Wie bekomme ich diese ganze Montagestrasse auf möglichst engsten Raum untergebracht, um Mietkosten zu sparen. Nächste Woche gibts zahlen. ^^

Dazu gibt`s Tipps aus dem realen Architektenleben, wie man mit dem Bauherren umgeht und sich oranisiert, konstruktive Details. Also alles in allem hab ich schon jetzt in der ersten Woche super wichtige Dinge gelernt die ein kein Schwein in der Uni beibringt. Aber dafür sind ja Praktikas da, ne.
Jetzt gehts zu Denner dem schweizerischen Lidl. Mal sehen was das Wochenende so bringt, wahrscheinlich doofes Wetter und Schlafkürzung.

grüsse aus Biel nach Berlin
bis denn


Swiss Info
schweizer Nutella schmeckt genauso wie deutsches Nutella !!!


kein Traum
Meine ersten Tage gleichen einem Traum. Da ich hier aber jeden morgen aufwache und immer noch in der Schweiz bin, scheint es wohl kein Traum zu sein. Es ist einfach super hier, quasi der Wahnsinn schlecht hin.
Die erste Nacht habe ich in einem kleinen, vom Vater meines Chef`s entworfenes, Haus verbracht. auf 1400m höhe am Hang liegend und bei 1m Schnee. Der Aublick bis auf die Alpen, die Landschaft und der beischeidene Wohnraum machen dieses Haus sehr grosszügig. Die Schweizer haben es eben drauf. Natürlich lud das sonnige Wetter zum Willkommensumtrunk ein. Wie es sich für Architekten gehört mit Wein, Käse und lecker Wurst, sassen wir draussen und genossen die Sonne und redeten darüber was gute Architektur aus macht.
Gott sei dank stellte sich heraus, dass mein Chef die selben ansichten und Meinungen vertratt wie, was mir wiederum zeigt, das ich offensichtlich auf den richtigen Weg bin, hehe. Immerhin ist er hier recht erfolgreich und aut auch gute Sichtbetonprojekte verwirklicht. Einmal mehr, die Schweizer haben es drauf und ich werde herausfinden warum.

Gestern habe ich meine Wohnung in unmittelbare Nähe des Stadtkerns bezogen. Hier läuft einfach alles unkompliziert ab. Ich fühl mich pudel wohl.

So jetzt werd ich mich mal mit EliteCAD anfreunden. ^^
... so nun denn, es geht also los. 4 Monate Schweiz beginnen genau jetzt. Ich wurde soeben sicherheitsgecheckt und warte nun auf mein easyFlug. Ich danke meiner Mutti, denn ohne Ihre Unterstützung und Gedult würde ich jetzt hier nicht sitzen. Auch meine Freunde seien gegrüßt, ich denk an Euch.

bis hoffentlich nachher